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Der Farbwiedergabeindex gibt an, wie naturgetreu Farben unter einer Lampe wiedergegeben werden. Er ist ein Durchschnittswert aus acht Testfarben, und genau die Farben, die Sie im Freien benötigen, sind darin nicht enthalten.
In der Industrie ist dies keine ästhetische Frage. Ein Monteur, der eine Aderfarbe ablesen muss, ein Sortierer, der einen Materialstrom trennt, ein Lackierer, der eine Farbe abgleichen muss: Das ist alles dreifach Farbwiedergabe. Nachfolgend, was Ra misst, was R9 und TM-30 dazu beitragen und welchen Wert Ihre Anwendung verlangt.
Der Index berücksichtigt acht Testfarben, R1 bis R8, und bildet daraus den Durchschnitt. Gesättigtes Rot, R9, ist darin nicht enthalten. Eine Leuchte kann somit Ra 80 erreichen und gleichzeitig Rot so schlecht wiedergeben, dass eine rote Ader braun aussieht.
Ra reicht von 0 bis 100, wobei 100 für eine Wiedergabe gleich der Referenzquelle steht. Für die Außen- und Geländebeleuchtung ist nur der obere Teil der Skala relevant, und höher ist nicht immer besser: Ein hoher Ra geht in der Regel zu Lasten der Effizienz.
Fünf Orte, an denen eine hohe Farbwiedergabe kein Komfort, sondern eine Voraussetzung ist, um die Arbeit ausführen oder prüfen zu können.
In einer Lackierkabine oder bei der Endkontrolle ist die Farbwiedergabe Teil des Prozesses: Eine Farbabweichung, die dort nicht erkannt wird, tritt beim Kunden zutage. Wird in einer solchen Zone auch mit Kameras oder Visionsystemen gearbeitet, fragen Sie nach einem flimmerfreien Treiber: Flimmern, das das Auge nicht sieht, stört jedoch eine Aufnahme oder eine Messung.
Ein Punkt gehört bei einer Spritzkabine als Erstes auf den Tisch und ist unabhängig von der Farbwiedergabe: Der Raum selbst stellt Anforderungen an die Leuchte, darunter Explosionsschutz. Wir liefern keine ATEX-Leuchten. Sollte dies bei Ihnen eine Rolle spielen, besprechen Sie dies bitte, bevor es um Ra geht.
Vier Situationen auf einem Gelände oder in einer Halle, in denen eine niedrige Farbwiedergabe nicht unpraktisch, sondern unsicher ist.
Der Index stammt aus dem Jahr 1965 und ist für Glüh- und Gasentladungslampen gedacht. Bei LEDs stößt er an seine Grenzen, was erklärt, dass zwei Leuchten mit demselben Ra-Wert unterschiedlich aussehen können.
Der Index berücksichtigt acht Pastellfarben, R1 bis R8. Gesättigtes Rot ist R9 und fließt nicht in den Durchschnitt ein. Bei LED ist dies genau die Farbe, die am häufigsten zu kurz kommt, sodass eine Leuchte einen Ra-Wert von 80 erreichen kann, obwohl R9 schlecht ist. Fordern Sie diesen Wert separat an.
Ra misst die Abweichung von einer Referenzquelle, nicht deren Richtung. Zwei Leuchten mit demselben Ra können Farben in unterschiedliche Richtungen verschieben, und das sieht man nebeneinander sofort.
Licht kann Farben zwar farbgetreu, aber blass wiedergeben. Die modernere TM-30-Methode teilt dies in zwei Kennzahlen auf: Rf für die Farbtreue und Rg für die Farbsättigung. Fragen Sie nach TM-30, wenn Sie zwei Leuchten wirklich miteinander vergleichen möchten.
Der gesamte Index wurde bei großzügigen Lichtniveaus ermittelt. Auf einem Gelände mit 20 Lux arbeitet das Auge im Dämmerungsbereich, wo die Farbempfindlichkeit abnimmt und sich ins Blaue verschiebt. Ein hoher Ra-Wert bringt bei solchen Niveaus somit weniger als die Zahl suggeriert, und das Lichtniveau selbst ist dann wichtiger als der Index. Deshalb besprechen wir zuerst, wie viel Lux die Arbeit erfordert und danach, welche Farbwiedergabe dazu gehört.
Praktisch: Nutzen Sie Ra, um eine Untergrenze zu vereinbaren, ziehen Sie R9 hinzu, sobald Farbe, Sicherheit oder das Kamerabild berührt werden, und fordern Sie TM-30 an, wenn Sie zwei Leuchten wirklich nebeneinander legen möchten. Und zeigen Sie es im Zweifelsfall, anstatt zu messen: Eine Abend lang eine Testleuchte auf dem Gelände beantwortet die Frage endgültig.
Die Farbwiedergabe ist je Ausführung im Datenblatt angegeben, zusammen mit der Farbtemperatur. Verlangt Ihre Anwendung einen höheren Ra-Wert oder eine Angabe des R9-Wertes, teilen Sie dies bitte bei der Anfrage mit: Dies ist eine Ausführungswahl und keine andere Leuchte.
Wenn Sie zweifeln, ob die Farbwiedergabe für Ihre Arbeit genügt, fordern Sie eine Testleuchte an. Für die dazugehörige Auswahl an Farbtemperaturen finden Sie alles auf Lichtfarbe und Kelvin, und für das Lichtniveau auf Lichtstrom und Lichtstärke.
Nicht “so hoch wie möglich”, denn ein höherer Ra-Wert kostet Wirkungsgrad und somit Energie. Diese vier Fragen führen zu dem Wert, der zu Ihrer Arbeit gehört.
Eine höhere Farbwiedergabe wird bei LED mit einem breiteren Spectrum erreicht, und das kostet Wirkungsgrad: Bei derselben LED-Familie bringt ein Schritt zu einem höheren Ra normalerweise einige Prozent lm/W weniger. Das ist kein Grund, Ra zu ignorieren, wohl aber ihn nicht höher zu fordern, als die Arbeit es erfordert.
Auf einem Gelände, auf dem niemand Farben bewerten muss, ist dieser Ertrag mehr wert als eine höhere Zahl auf dem Papier. In einer Sortierhalle oder bei einer Kamera verhält es sich genau umgekehrt.
Wie groß dieser Unterschied je nach Serie genau ist, variiert je nach LED-Familie und Ausführung. Fragen Sie dies an, wenn es auf ein paar Prozent ankommt; wir setzen es dann in die Lichtberechnung ein.
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Handelt es sich um eine normative Anforderung eines Verbandes oder eines Auftraggebers, senden Sie uns diese bitte zu. Wir teilen Ihnen dann mit, welche Ausführung diese Anforderung erfüllt, anstatt eine Zahl zu nennen.
Der Farbwiedergabeindex: ein Maß dafür, wie naturgetreu Farben unter einer Lichtquelle wiedergegeben werden, auf einer Skala bis 100. Der Wert ist der Durchschnitt von acht Testfarben, R1 bis R8. Ra 100 bedeutet eine Wiedergabe, die der Referenzquelle entspricht.
R9 ist gesättigtes Rot, und diese Farbe ist nicht im Durchschnitt von Ra enthalten. Bei LED ist Rot genau die Farbe, die am häufigsten fehlt, sodass eine Leuchte Ra 80 erreichen und Rot schlecht darstellen kann. Sobald die Farbwiedergabe die Sicherheit oder das Kamerabild betrifft, fordern Sie den R9-Wert separat an.
Farbtemperatur in Kelvin gibt an, welchen Weißton das Licht hat. Die Farbwiedergabe sagt aus, wie getreu Farben unter diesem Licht wiedergegeben werden. Zwei Leuchten mit 4000 K können einen sehr unterschiedlichen Ra-Wert haben. Sie stehen in keinem Zusammenhang zueinander und gehören beide auf ein Datenblatt.
In der Praxis Ra 70. Das ist ausreichend zum Fahren, Gehen, Laden und Erkennen. Ra 80 ist angebracht, wenn Farbe Teil der Arbeit ist: Sortieren, Montieren, Prüfen oder Lesen von Aderfarben. Ra 90 bleibt Bereichen vorbehalten, in denen Farbe selbst das Produkt ist, wie einer Spritzkabine oder einem Prüftisch.
Ra 90 oder höher, und dann einschließlich des R9-Wertes. In einer Spritzkabine oder Lackierkabine muss eine Farbabweichung sichtbar sein, bevor die Arbeit das Haus verlässt, und gerade Rot sowie die Farbsättigung sind dafür maßgeblich. Dies ist eine der wenigen Anwendungen, bei denen der Effizienzverlust eines breiten Spektrums unbestritten lohnenswert ist. Bitte beachten Sie: Eine Spritzkabine stellt darüber hinaus Anforderungen an die Leuchte, die nichts mit der Farbwiedergabe zu tun haben, einschließlich Explosionsschutz. Wir liefern keine ATEX-Leuchten.
Nein. Eine höhere Farbwiedergabe wird mit einem breiteren Spektrum erreicht, und das kostet einige Prozent lm/W. Auf einem großen Gelände mit vielen Betriebsstunden zahlen Sie das jede Stunde, während dort niemand Farben bewertet. Wählen Sie den Wert für die Arbeit, nicht nach der Zahl.
Eine modernere Methode, die die Farbwiedergabe in zwei Zahlen aufteilt: Rf für die Wiedergabetreue und Rg für die Sättigung. Ra liefert nur einen Durchschnittswert und verbergt damit die Richtung der Abweichung. Wenn Sie zwei Leuchten wirklich miteinander vergleichen möchten, fordern Sie TM-30 an.
Weil diese Lampen ein sehr schmlaes Spektrum haben: nahezu ausschließlich oranges Licht. Der Ra-Wert liegt dort bei etwa 20 bis 40, und das bedeutet, dass Farben praktisch nicht zu unterscheiden sind. Es ist bei einem Austausch das Erste, was Monteure bemerken, noch vor dem Unterschied im Lichtniveau.
Weniger als die Zahl vermuten lässt. Der Index wurde bei großzügigen Lichtniveaus ermittelt; auf einem Gelände mit 20 Lux arbeitet das Auge im Dämmerungsbereich, wo die Farbempfindlichkeit abnimmt. Bei niedrigen Niveaus ist das Lichtniveau selbst wichtiger als der Index.
Ja, und das ist die fairste Art und Weise. Wir installieren eine Musterleuchte auf Ihrem Gelände oder in Ihrer Halle, damit Sie selbst beurteilen können, ob Aderfarben, Materialströme oder Gesichter gut erkennbar sind. Ein Bildschirmfoto kann die Farbwiedergabe nicht wiedergeben; Ihre Augen schon.
Wir installieren eine Testleuchte auf Ihrem Gelände oder in Ihrer Halle, damit Sie überprüfen können, ob Leitungsfarben, Materialströme oder Flächen gut erkennbar sind. Zudem erhalten Sie eine kostenlose Lichtberechnung und innerhalb eines Arbeitstages eine Rückmeldung von einem Ingenieur.