...

Blog

Was ist der Unterschied zwischen horizontaler und vertikaler Beleuchtungsstärke in Häfen?

Was ist der Unterschied zwischen horizontaler und vertikaler Beleuchtungsstärke in Häfen?

Der Unterschied zwischen horizontaler und vertikaler Beleuchtungsstärke liegt in der Richtung, in der das Licht gemessen wird. Horizontale Beleuchtungsstärke messen Sie das Licht, das auf eine horizontale Fläche fällt, wie den Boden oder eine Arbeitsfläche. Vertikale Beleuchtungsstärke messen Sie das Licht auf einer vertikalen Fläche, wie einer Containerwand, einer Fahrzeugseite oder einer Person, die sich durch den Hafen bewegt. In Häfen sind beide Messungen erforderlich, da Sicherheit und betriebliche Kontrolle von der Sichtbarkeit in mehreren Richtungen abhängen. Dieser Artikel beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen zur Beleuchtungsstärke in Häfen und Terminals.

Warum messen Häfen sowohl horizontal als auch vertikal Lux?

Aktivitäten in einem Hafen beschränken sich nicht auf die Beleuchtung des Bodens. Kranführer, Lastwagenfahrer und Sicherheitspersonal müssen Objekte, Fahrzeuge und Personen auf vertikalen Flächen erkennen – und nur horizontale Lux reicht dafür nicht aus.

In einem Hafen finden komplexe logistische Bewegungen statt, bei denen Sichtbarkeit in alle Richtungen von lebenswichtiger Bedeutung ist. Eine gut beleuchtete Fahrbahn sagt wenig über die Sichtbarkeit eines vorbeifahrenden Gabelstaplers auf Augenhöhe aus. Überwachungskameras funktionieren auch wesentlich besser, wenn eine ausreichende vertikale Beleuchtungsstärke vorhanden ist, da Gesichter und Nummernschilder dann scharf abgebildet werden.

Unter Hafenbeleuchtung geht es also immer um eine Kombination aus beiden Messwerten. Ein Beleuchtungsplan, das nur auf horizontale Luxwerte abzielt, genügt nicht den praktischen und normativen Anforderungen eines modernen Hafengeländes.

Welche Beleuchtungsnormen gelten für Häfen und Terminals?

Die europäische Norm EN 12464-2 ist führend für Häfen und Terminals. Diese Norm spezifiziert minimale Beleuchtungsstärken für Arbeitsplätze im Freien, einschließlich sowohl horizontaler als auch vertikaler Werte. Für Verkehrswege in Häfen gilt in der Regel eine minimale horizontale Beleuchtungsstärke von 20 Lux, während Arbeitszonen höhere Werte erfordern.

Neben der EN 12464-2 spielen auch branchenspezifische Richtlinien eine Rolle. Denken Sie an Anforderungen von Hafenbehörden, ISPS-Sicherheitsstandards für Sicherheitszonen und zusätzliche Anforderungen in ATEX-Zonen, in denen Explosionsgefahr besteht. Für die vertikale Beleuchtungsstärke wird in Arbeitsbereichen oft ein Minimum von 50 Lux in 1,5 Metern Höhe angewendet, dies variiert jedoch je nach Anwendung und Risikoklasse.

Relevante Aufmerksamkeitspunkte bei Beleuchtungsstandards für Häfen:

  • EN 12464-2 als Grundgerüst für Arbeitsplätze im Freien
  • Einheitlichkeitsanforderung: Das Verhältnis zwischen minimaler und durchschnittlicher Beleuchtungsstärke darf nicht zu niedrig sein
  • Spezifische Anforderungen an Sicherheitszonen (CCTV-kompatible Beleuchtungsniveaus)
  • ATEX-Klassifizierungen in Zonen mit Explosionsgefahr
  • Zusätzliche Anforderungen von lokalen Hafenbehörden oder Auftraggebern

Wie beeinflusst die Höhe von Lichtmasten die vertikale Beleuchtungsstärke?

Die Mastenhöhe hat einen direkten Einfluss darauf, wie gut vertikale Flächen beleuchtet werden. Je höher der Mast, desto größer ist der Winkel, unter dem das Licht auf eine vertikale Fläche trifft. Bei großen Mastenhöhen fällt das Licht mehr von oben nach unten, was der horizontalen Beleuchtungsstärke zugutekommt, aber die vertikale Beleuchtungsstärke verringern kann.

In der Praxis bedeutet dies, dass ein Mast von 20 Metern oder höher zwar ein großes Gelände ausleuchtet, aber auf Augenhöhe zur Erkennung vertikaler Objekte weniger effektiv ist als ein niedrigerer Mast mit einem breiteren Abstrahlmuster. Die optimale Masthöhe ist daher immer ein Kompromiss zwischen Geländegröße, gewünschter Gleichmäßigkeit und der erforderlichen vertikalen Beleuchtungsstärke.

Ein Beleuchtungsdesign, das nur die Mast Höhe steuert, ohne den Abstrahlwinkel des Leuchtkörpers zu berücksichtigen, führt fast immer zu Defiziten bei der vertikalen Lux. Spezialisierte LED-Flutlichter mit einstellbarer Optik bieten hier Abhilfe, da der Lichtkegel auf die Flächen gerichtet werden kann, wo vertikale Beleuchtungsstärke am meisten benötigt wird.

Was sind die Konsequenzen von unzureichender vertikaler Beleuchtungsstärke in Häfen?

Zu wenig vertikale Beleuchtungsstärke führt direkt zu Sicherheitsrisiken. Menschen, Fahrzeuge und Hindernisse sind auf Augenhöhe schlecht erkennbar, was die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen, Stürzen und anderen Zwischenfällen erhöht. Auch Sicherheitssysteme funktionieren schlechter, wenn die vertikalen Beleuchtungsniveaus zu niedrig sind.

Die Folgen sind konkret und vielseitig:

  1. Erhöhtes Risiko auf Kollisionen weil Kranführer und Fahrer Fahrzeuge und Personen auf Augenhöhe nicht rechtzeitig wahrnehmen.
  2. Reduzierte Videoüberwachung wodurch Kennzeichen und Gesichter auf Überwachungsbildern unkenntlich bleiben.
  3. Lagerarbeitsproduktivität da Mitarbeitende mehr Schwierigkeiten haben, Beschriftungen, Nummern und Kennzeichnungen auf Behältern oder Fahrzeugen zu lesen.
  4. Nichteinhaltung von Normen wie EN 12464-2, mit möglicher Haftung bei daraus resultierenden Zwischenfällen.
  5. Höhere Wahrscheinlichkeit für Fehler Beim Laden und Entladen, mit Schaden an Ladung oder Material als Risiko.

Wie wird die Beleuchtungsstärke auf einem Hafengelände gemessen und kontrolliert?

Zur Messung der Beleuchtungsstärke auf einem Hafengelände wird ein Luxmeter verwendet. Bei horizontalen Messungen wird die Messebene horizontal auf Arbeitshöhen gehalten, typischerweise zwischen 0 und 0,85 Metern über dem Boden. Bei vertikalen Messungen wird der Sensor vertikal in einer festen Höhe von meist 1,5 Metern positioniert, gerichtet auf die zu beurteilenden Flächen.

Eine gründliche Messung folgt einem Raster von Messpunkten, die über das Gelände verteilt sind, sodass sowohl die durchschnittliche Beleuchtungsstärke als auch die Gleichmäßigkeit beurteilt werden können. In der Entwurfsphase werden zusätzlich Beleuchtungssimulationen mit Software wie DIALux oder Relux verwendet. Diese Programme berechnen im Voraus die erwarteten horizontalen und vertikalen Lux auf Basis der gewählten Leuchten, Mastenhöhen und Platzierung.

Die Kontrolle während der Installation ist ebenso wichtig wie die Auslegung selbst. Leuchten können im Laufe der Zeit aufgrund von Verschmutzung oder Verschleiß ihre Lichtleistung verringern, wodurch die tatsächliche Beleuchtungsstärke unter die normativen Grenzwerte fällt. Regelmäßige Messungen und Wartungen sind daher ein fester Bestandteil eines professionellen Beleuchtungsmanagements.

Welche Art von Beleuchtungskörper liefert die beste vertikale Beleuchtungsstärke in Häfen?

Leuchten mit einem asymmetrischen oder verstellbaren Lichtkegel erzielen die besten Ergebnisse hinsichtlich der vertikalen Beleuchtungsstärke. Sie lenken das Licht auf vertikale Flächen, anstatt ausschließlich nach unten. Hochleistungs-LED-Flutlichtscheinwerfer mit einem schmalen bis mittleren Strahl eignen sich hervorragend für den Einsatz an hohen Masten in Hafenterminalen.

Neben dem Bündelwinkel sind auch die folgenden Merkmale bestimmend für die Leistungen in einer Hafen-Umgebung:

  • Hohe IP-Schutzart (minimal IP66) für Schutz gegen Seeluft, Regen und Staub
  • Korrosionsbeständiges Material, vorzugsweise rostfreier Stahl oder speziell beschichtetes Aluminium für salzhaltige Umgebungen
  • Schwingungsfestigkeit für Montage auf Kränen oder Masten, die sich bewegen
  • Hohe Lichtausbeute pro Watt für effiziente Beleuchtungsabdeckung über große Flächen
  • Einstellbare Optik damit der Lichtstrahl nach der Installation noch angepasst werden kann

Für spezifische Anwendungen wie Kranbeleuchtung ist die Wahl der Leuchte noch kritischer. Beleuchtung für Hafenkräne stellt zusätzliche Anforderungen an Stoßfestigkeit und die Möglichkeit, vertikale Flächen über große Distanzen zu beleuchten.

Praktijkvoorbeeld: DFDS Terminalbeleuchtung in Vlaardingen

Ein treffendes Beispiel dafür, wie horizontale und vertikale Beleuchtungsstärken gemeinsam angegangen werden, ist das Projekt für DFDS Seaways in Vlaardingen. Bei diesem Terminalbetreiber bestand eine häufige Herausforderung: Die bestehende Beleuchtung sorgte für ausreichende Lux-Werte auf den Fahrbahnen, blieb aber auf Augenhöhe unzureichend. Fahrer und Hafenmitarbeiter hatten in den Abendstunden Schwierigkeiten, Fahrzeuge und Personen zu erkennen, und die Überwachungskameras lieferten unscharfe Bilder aufgrund zu niedriger vertikaler Beleuchtungsniveaus.

Die technische Herausforderung lag in der Kombination einer großen Geländefläche, hoher Masten und der Anforderung, auch in 1,5 Metern Höhe eine ausreichende Beleuchtungsstärke zu erzielen. Die Lösung bestand in der Anwendung von LED-Leuchten mit asymmetrischer Optik, strategisch positioniert, damit die Lichtkegel sowohl die Fahrbahnen als auch die vertikalen Flächen wirksam beleuchteten. Dabei wurde die salzhaltige Hafenumgebung berücksichtigt: Alle Leuchten erhielten eine korrosionsbeständige Beschichtung und eine IP66-Klassifizierung, damit der Wartungsaufwand auf ein Minimum reduziert werden konnte.

Eine wichtige Lektion aus diesem Projekt: Die vertikale Beleuchtungsstärke muss bereits in der Entwurfsphase in die Simulationen einbezogen werden und nicht nachträglich korrigiert werden. Dies vermeidet kostspielige Anpassungen nach der Installation und stellt sicher, dass der Beleuchtungsplan sofort den Normen entspricht. Mehr vergleichbare Projekte können unter [Link] eingesehen werden. Projektenübersicht von DFDS Seaways Vlaardingen.

Wie JEL Products zur Beleuchtungsstärke in Häfen beiträgt

JEL Products bietet einen ganzheitlichen Ansatz für Beleuchtungsfragen in Häfen und Terminals, bei dem sowohl die horizontale als auch die vertikale Beleuchtungsstärke systematisch in die Planung einbezogen werden. Ausgangspunkt ist eine gründliche Analyse der betrieblichen Anforderungen, der geltenden Normen und der spezifischen Umgebungsbedingungen des Hafengeländes.

Was JEL Products konkret bei Hafenprojekten bietet:

  • Beleuchtungsplanung nach Maß mit Simulationen in DIALux, einschließlich vertikaler Lux-Analysen
  • Armaturen aus eigener Entwicklung, getestet für Seeluft, Korrosion und Vibrationen
  • Gesamtstrecke von Engineering bis Installation, Inbetriebnahme und Wartung
  • Erfahrung mit komplexen Hafenumgebungen, einschließlich Kränen, Kais und Sicherheitszonen
  • ISO9001 und VCA** zertifiziert für Qualitätsbewusstsein bei jedem Projektteil

Ob es sich um eine neue Beleuchtung Planung für eine Terminal oder die Optimierung einer bestehenden Installation handelt: Der Ansatz beginnt bei der ersten technischen Frage und reicht bis zur endgültigen Abnahme. Nehmen Sie gerne Kontakt auf über die Kontaktseite für ein unverbindliches Beratungsgespräch über Ihre Hafenbeleuchtung.

Ähnliche Artikel