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Was ist UGR und warum ist es wichtig bei Arbeitsplatzbeleuchtung?

Was ist UGR und warum ist es wichtig bei Arbeitsplatzbeleuchtung?

UG, von Einheitliche Blendungsbewertung, ist ein internationaler Maßstab, der angibt, in welchem ​​Ausmaß eine Beleuchtungsanlage Blendung bei Personen in einem Raum verursacht. Je niedriger der UGR-Wert, desto weniger blendend ist die Beleuchtung. Für die Arbeitsplatzbeleuchtung ist dies direkt relevant: Blendung reduziert die Konzentration, erhöht die Fehlerwahrscheinlichkeit und stellt in industriellen Umgebungen ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko dar. Die folgenden Fragen arbeiten jeden Aspekt von UGR praktisch aus – von der Berechnung bis zur Leuchtenauswahl.

Wie wird der UGR-Wert berechnet?

Die Berechnung berücksichtigt die Leuchtdichte der Lichtquellen, die Umgebungsbeleuchtungsstärke, die Position des Betrachters und den Winkel, unter dem die Leuchten wahrgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Zahl auf einer logarithmischen Skala, typischerweise zwischen 10 und 30. Je höher die Zahl, desto stärker ist die empfundene Blendung.

Die Formel wird von der CIE (Commission Internationale de l’Eclairage) standardisiert und international angewendet. In der Praxis führen Beleuchtungsplaner die UGR-Berechnung mit spezialisierter Software wie DIALux oder Relux durch, wobei die exakte Lichtabstrahlung jedes Leuchten über eine photometrische Datendatei (LDT oder IES) eingegeben wird.

Wichtig zu verstehen: Der UGR-Wert ist keine Eigenschaft einer einzelnen Leuchte an sich. Er ist immer ein Ergebnis der gesamten Beleuchtungsanlage in einem bestimmten Raum, mit einer bestimmten Anordnung, Decken- und Wandreflexionen sowie einer festen Blickposition. Eine Leuchte kann in einem Raum einen UGR von 19 und in einem anderen Raum einen UGR von 22 haben.

Was bedeuten die unterschiedlichen UGR-Grenzwerte in der Praxis?

Die Skala läuft in Schritten von 3: UGR 10, 13, 16, 19, 22, 25 und 28. Grenzwerte geben an, wie viel Blendung für eine bestimmte Aufgabe oder einen bestimmten Arbeitsplatz akzeptabel ist. In der Praxis werden die Werte 19 und 22 am häufigsten verwendet, abhängig von den visuellen Anforderungen der Tätigkeiten.

  • UGR < 10 Praktisch keine Blendung. Selten erforderlich in Standardarbeitsumgebungen.
  • UGR < 13: Sehr hohe visuelle Anforderungen, zum Beispiel bei der Präzisionsmontage oder in medizinischen Umgebungen.
  • UGR < 16 Zeichenbretter, feine Handwerkskunst und technische Zeichenarbeiten.
  • UGR < 19: Büroarbeitsplätze mit Bildschirmen, Inspektionsaufgaben, Maschinenbedienung.
  • UGR < 22: Industrielle Produktionsräume, Lagerhäuser und Werkstätten mit weniger präzisen visuellen Aufgaben.
  • UGR < 25 Schwere industrielle Umgebungen, Lagerbereiche und Räume ohne feine visuelle Arbeit.
  • UGR < 28 Gänge, Treppenhäuser und Räume mit geringen visuellen Anforderungen.

Für Bediener, die Maschinen bedienen oder Qualitätskontrollen durchführen, ist UGR < 19 in den meisten Fällen die Mindestanforderung. Bei Bildschirmarbeit ist dies sogar eine harte Norm in europäischen Richtlinien geworden.

Welche Normen schreiben UGR-Anforderungen am Arbeitsplatz vor?

Die wichtigste Norm, die UGR-Anforderungen für die Arbeitsplatzbeleuchtung festlegt, ist NEN-EN 12464-1. Diese europäische Norm beschreibt die Beleuchtungsanforderungen für Innenräume, einschließlich minimaler Beleuchtungsstärken, Farbwiedergabe und maximaler UGR-Grenzwerte pro Arbeitsplatztyp oder Aktivität.

Zusätzlich gilt EN 12464-2 für Arbeitsplätze draußen, wie Endstellen, Baustellen und Industriegebiete. Für bestimmte Sektoren können zusätzliche Anforderungen aus Branchenrichtlinien, dem Arbeitsschutzgesetz oder von Auftraggebern gelten. In der Offshore- und Schwerindustrie werden manchmal strengere Anforderungen gestellt als die Basisnorm vorschreibt.

Das Arbeitsgesetz verpflichtet Arbeitgeber in den Niederlanden, für eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung zu sorgen. Blendung durch Beleuchtung fällt hierunter. NEN-EN 12464-1 gilt als anerkannte Praxisrichtlinie, um dieser Verpflichtung nachzukommen. Eine Beleuchtungsexperte kann beurteilen, ob eine bestehende Anlage den geltenden Normen entspricht.

Was ist der Unterschied zwischen UGR und Blendungsgrad (GR)?

UGR und GR (Blendungsbeurteilung) messen beide Blendung, werden jedoch in unterschiedlichen Situationen angewendet. UGR ist für Innenräume bestimmt und misst psychologische Blendung: das unbehagliche Empfinden, das die Konzentration und den visuellen Komfort stört. GR wurde für Außenbeleuchtung entwickelt und misst physiologische Blendung: die tatsächliche Einschränkung des Sehvermögens durch direktes Licht im Sichtfeld.

In der Praxis bedeutet dies die folgende Unterscheidung:

  • UG wird bei Beleuchtungsgestaltungen für Produktionsbereiche, Büros, Werkstätten und andere überdachte Arbeitsplätze verwendet. Die Norm ist NEN-EN 12464-1.
  • Griechenland wird verwendet bei Außenbeleuchtung wie Baustellenbeleuchtung, Sportplätzen und Hafeneinrichtungen. Die Norm ist EN 12464-2.

Eine Leuchte mit einem guten UGR-Wert für den Innenbereich leistet nicht automatisch gut auf GR für Außenanwendungen. Bei der Auswahl von Leuchten für gemischte Umgebungen – wie überdachte Lade- und Entladestellen oder Industriehallen mit Außentüren – ist es wichtig, beide Werte zu bewerten.

Wie wählen Sie eine Leuchte mit dem richtigen UGR-Wert aus?

Ihren Beginn machen Sie mit der Feststellung der visuellen Anforderungen der Tätigkeiten im Raum. Bestimmen Sie zuerst, welcher UGR-Grenzwert gemäß NEN-EN 12464-1 gilt, und schauen Sie sich dann Leuchten an, die in einer repräsentativen Anordnung diesen Wert erreichen können.

Führen Sie dazu die folgenden Schritte aus:

  1. Bestimmen Sie die Aufgabenklasse Welche Tätigkeiten finden statt? Feine Handarbeit, Maschinenbedienung, Lagerarbeit? Dies bestimmt den erforderlichen UGR-Grenzwert.
  2. Überprüfen Sie den Lichtstrahl und die Abschirmung: Leuchten mit einem breiteren Lichtbündel oder weniger Abschirmung erzeugen mehr Blendung. Wählen Sie Leuchten mit gerichteten Optiken oder diffuser Abschirmung für visuell empfindliche Umgebungen.
  3. Fordern Sie photometrische Daten an. Zuverlässige Hersteller liefern LDT- oder IES-Dateien, mit denen ein Lichtplaner eine genaue UGR-Berechnung durchführen kann.
  4. Führen Sie eine Beleuchtungsberechnung durch: Verwenden Sie Software wie DIALux, um den UGR-Wert im spezifischen Raum vor der Installation zu simulieren.
  5. Berücksichtigen Sie Montagehöhe und -position: Derselbe Leuchtkörper in einer größeren Höhe oder anderen Position führt zu einem anderen UGR-Ergebnis. Optimieren Sie die Anordnung in der Simulation.

Für LED-Arbeitsleuchten Für Arbeitsmaschinen von Kränen gelten andere Überlegungen als für Hallendeckenbeleuchtung in einer Produktionshalle. In diesen Fällen sind blendfreie Optiken und gerichtete Lichtkegel noch wichtiger, da Betreiber und Umstehende die Lichtquelle direkt im Sichtfeld haben können.

Wann ist eine UGR-Berechnung unzureichend und was dann?

Eine UGR-Berechnung gibt einen guten Hinweis auf Blendungsrisiken, stößt jedoch in Situationen mit komplexen Geometrien, stark reflektierenden Oberflächen, dynamischem Licht oder besonderen Blickwinkeln an ihre Grenzen. In diesen Fällen ist eine zusätzliche Analyse oder eine Praxismessung erforderlich, um die tatsächliche Blendungserfahrung zu beurteilen.

Situationen, in denen eine Standard-UGR-Berechnung nicht ausreichend Halt bietet:

  • Räume mit glänzenden Böden, Maschinen oder Produkten, die Licht in die Augen von Bedienern zurückwerfen.
  • Umgebungen mit sowohl Kunstlicht als auch stark einfallendem Tageslicht, wobei das Kontrastverhältnis stark schwankt.
  • Arbeitsplätze, an denen sich Menschen bewegen und die Beleuchtung aus mehreren Winkeln betrachten, wie zum Beispiel in Kranfahrerständen oder in sich bewegenden Fahrzeugen.
  • Installationen in großen Höhen oder in unregelmäßigen Räumen, bei denen die Standardberechnungsmethode nicht repräsentativ ist.

In solchen Fällen bietet ein umfassendes Beleuchtungsdesign mit zusätzlicher Leuchtdichteanalyse oder einer Prüfanordnung mehr Sicherheit. Auch die Einbeziehung professioneller Lichtberatung hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen, bevor eine Installation realisiert wird.

Praxisbeispiel: Van der Spek Turmdrehrampen-Beleuchtung

Ein konkretes Beispiel dafür, wie UGR-Überlegungen in der Praxis aussehen, ist das Projekt bei Van der Spek. Dieses Unternehmen arbeitet mit Turmdrehkranen, bei denen die Beleuchtungssituation besonders herausfordernd ist: Bediener in der Krankabine blicken aus einer hohen, beweglichen Position auf den Arbeitsbereich hinunter, während Beobachter am Boden nach oben in Richtung der Lichtquellen am Kran schauen. Blendung in beide Richtungen musste verhindert werden.

Die technische Herausforderung lag in der Kombination aus einer begrenzten Montagemöglichkeit an der Kranstruktur, den konstanten Vibrationen während des Betriebs und den wechselnden Blickwinkeln durch die Drehbewegung des Krans. Es wurden Leuchten mit gerichteten Optiken und einem engen Lichtkegel gewählt, damit das Licht auf die Arbeitsfläche fällt, ohne dass Bediener oder Passanten direkt in die Lichtquelle schauen. Auch die Wartungsfreundlichkeit spielte eine Rolle: Leuchten mussten einfach austauschbar sein, ohne dass der Kran vollständig außer Betrieb genommen werden musste.

Die gelehrte Lektion knüpft direkt an das Thema dieses Artikels an: Eine Standard-UGR-Berechnung für einen festen Raum reicht für dynamische Anwendungen wie die Beleuchtung von Kränen nicht aus. Die Blickposition ändert sich ständig, weshalb Blendungsrisiken aus mehreren Winkeln beurteilt werden müssen. Mehr zu diesem und ähnlichen Projekten finden Sie auf der Projektseite von JEL Products.

Wie JEL Products Ihnen bei der Auswahl der richtigen Beleuchtung für Ihren Arbeitsplatz hilft

JEL Products begleitet den gesamten Prozess von der Beleuchtungsplanung bis zur betriebsbereiten Anlage. Ob es sich nun um die Arbeitsplatzbeleuchtung in einer Produktionshalle, die Beleuchtung mobiler Maschinen oder komplexe Außenanlagen auf Industriegeländen handelt – der Ansatz ist stets auf die jeweilige Umgebung und die dafür geltenden Anforderungen ausgerichtet.

Was JEL Products in diesem Zusammenhang konkret bietet:

  • Beleuchtungsberechnungen einschließlich UGR-Analyse auf Basis photometrischer Daten der eigenen Leuchten.
  • Beratung über die richtige Leuchtenwahl basierend auf der Arbeitsstättenklasse, den Umgebungsanforderungen und geltenden Normen wie NEN-EN 12464-1.
  • Leuchten mit blendfreien Optiken und Full-Cutoff-Technologie für Umgebungen, in denen visueller Komfort und Sicherheit im Mittelpunkt stehen.
  • Gesamtlösungen für Innen- und Außenbeleuchtung, einschließlich Engineering, Installation und Inbetriebnahme.
  • Spezialisiertes Wissen über extreme Umgebungen, von hohen Temperaturen bis hin zu korrosiven Bedingungen und ATEX-Zonen.

Möchten Sie wissen, welcher UGR-Wert in Ihrer Situation erreichbar ist und welche Leuchten dafür geeignet sind? Kontakt aufnehmen Vereinbaren Sie mit JEL Products einen unverbindlichen Beratungstermin.

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